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Sieglind Kramer (1914-1965)

von Elsbeth Bösl

Sieglind Kramer sitzt an ihrem Schreibtisch vor einem Fenster. Sie hlt etwas in den Händen, das nicht erkennbar ist. Vor ihr stehen ein Telephon und Funde aus Keramik.
Sieglind Kramer am Schreibtisch in Potsdam.
Quelle: Horst Geisler: Sieglind Kramer 13.9.1914-12.1.1965, in: Veröffentlichungen des Museums für Ur- und Frühgeschichte Potsdam 3 (1964), S. 198-199, hier S. 198.

Sieglind Kramer wurde am 13. September 1914 in Neuhaldensleben (heute Sachsen-Anhalt) als erstes von vier Kindern geboren. Dort ging sie auch zur Grundschule. Später wechselte sie auf eine Schule in Badingen bei Stendal und nach Halle a. d. Saale an die Auguste-Herrmann-Schule. Ihr Vater war Volksschullehrer. Als er nach Burg bei Magdeburg versetzt wurde, kam Sieglind Kramer an das dortige Luisen-Lyzeum in Burg. Am 12. März 1934 legte sie schließlich die Reifeprüfung am Staatlichen Viktoria-Realgymnasium in Burg ab.

Sie leistete den im Nationalsozialismus eingeführten einjährigen Arbeitseinsatz ab und begann dann im Wintersemester in Halle ein Studium der Mathematik und der Naturwissenschaften, das sie aber schnell zugunsten der Geschichtswissenschaften aufgab. Nach einem Jahr verließ sie Halle jedoch und ging nach Schneidemühl (heute Piła in Polen) an die dortige Hochschule für Lehrerausbildung. Im Herbst 1938 legte sie dort das erste Staatsexamen für das Lehramt an Grundschulen ab. Während ihrer Zeit in Schneidemühl nahm sie auch erstmals an archäologischen Grabungen teil. Sie ging dann zunächst als Lehrerin nach Kade bei Genthin.

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Ruth Pingel (1947-2022)

Ein Nachruf von Gabriele Isenberg und ein biografisches Kurzporträt

Heute, am 11. Juni 2023, jährt sich zum ersten Mal der Tod von Ruth Pingel. Aus diesem Anlass hat Dr. Gabriele Isenberg einen Nachruf verfasst.

Ruth Pingel war im LWL-Museum für Archäologie in Herne im Team der Museumspädagogik tätig und langjährige Vorsitzende des Fördervereins.

Auf den Nachruf folgt eine kurze Biografie von Ruth Pingel. Für die Unterstützung dabei danken wir Michael Lagers vom LWL-Museum für Archäologie in Herne.

Porträt von Ruth Pingel mit dem Bundesverdienstkreuz.
Ruth Pingel 2018 bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.
Foto: unbekannt. Verwendet mit freundlicher Genehmigung von Michael Lagers/LWL-Museum für Archäologie.
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Emma Pressmar (1909-2000)

Heute vor 115 Jahren wurde in Ulm Emma Karoline Pressmar geboren. Wir nehmen das zum Anlass, um unseren Blogbeitrag aus dem Jahr 2023 über sie zu aktualisieren, denn wir haben neues Archivmaterial einsehen können. Dieses lässt Emma Pressmar zwar nicht in einem völlig neuen Licht erscheinen, liefert aber neue Details.

Porträt aus dem Jahr 1933
Emma Pressmar 1933
Quelle: UAM UA StudKart_0005 Emma Pressmar

Im Stadtarchiv in Ulm liegt unter der Signatur H Pressmar ihr Nachlass. Zudem gibt es eine Zeitgeschichtliche Sammlung G2. Eine Besonderheit in der Überlieferung sind die sogenannten Jahres-Mosaike, die Emma Pressmar über Jahrzehnte hinweg an ihre Bekannten und ehemaligen Schüler schickte – sie war ja hauptberuflich überwiegend als Lehrerin tätig. Diese Mosaike stellen eine Art halböffentliches Tagebuch und private Jahresberichte dar. Darin finden sich Nachrichten über ihren Gesundheitszustand und ihre Familie und Freundschaften, über Dinge, die sie bewegten, über literarische Trouvaillen, aber eben auch über ihre archäologische Forschung. Vor allem wegen der privaten Inhalte und Äußerungen ist das eine außergewöhnliche Quelle, die Emma Pressmar als Mensch erkennbar werden lässt. Deutlicher als zuvor wird darin zum Beispiel ihre politische Haltung, insbesondere ihr Verhältnis zum Nationalsozialismus und zur NS-Vorgeschichtsschreibung.

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Archäologisch arbeitende Frauen in Thüringen

Zum ersten Mal wählen wir für einen Blogbeitrag einen regionalen Schwerpunkt und stellen mehrere Frauen vor, die in Thüringen tätig waren. Anlass dazu gaben Archivrecherchen in Jena und Weimar und ein Vortrag, zu dem wir anlässlich des internationalen Frauentags 2023 an das Museum für Ur- und Frühgeschichte in Weimar eingeladen waren.

Das Gruppenporträt ist fünf Frauen gewidmet, die für die prähistorische Archäologie und Bodendenkmalpflege Thüringens viel geleistet haben – und zwar in ganz unterschiedlichen Positionen. Zudem setzen wir ein Schlaglicht auf die Bedeutung von Frauen für die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Unser Schwerpunkt liegt auf der Zeit der DDR, wenngleich die Frauen teils auch lang davor oder danach in Thüringen tätig waren. Regionale Schwerpunkte liegen in Weimar und Eisenach.

An anderer Stelle haben wir schon über Gertrud Eichhorn, geb. Rössel (1890-1979) in Jena und Sigrid Dušek (1937-2009) in Weimar und Henrike Hesse (1942-2013) in Mühlhausen berichtet.

Heute geht es um:

die Prähistorikerinnen

  • Sonja Barthel, geb. Eigendorf (1934-2008)
  • Hanna-Sabine Hummel (1943-2016)

die Naturwissenschaftlerinnen

  • Helga Jacob, geb. Haufe (1915-2009)
  • Hildegard Zeissler (1914-2006)
  • Minna Lang (1891-1959)

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Henrike Hesse (1942-2013)

Henrike Hesse in der damaligen Fachhochschule für Wirtschaft und Technik (heute Hochschule für Technik und Wirtschaft) in Berlin, Foto: Gundula-Beate Muschert, 17.7.2009

Am 30. April 2013 starb in Berlin die Prähistorikerin, Anthropologin und Aktivistin Henrike Hesse. Anlässlich ihres zehnjährigen Todestages 2023 haben wir diesen Beitrag erstmals veröffentlicht. Dank der Zusammenarbeit mit Gundula-Beate Muschert können wir nun, 2026, einige Stellen korrigieren und ein neues Foto von Henrike Hesse präsentieren.

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Erika Nagel, geb. Beltz (1943-1999)

Quelle: Christa Cordshagen: Nachruf auf Dr. phil. Erika Nagel, geb. Beltz, in: Mecklenburgische Jahrbücher (1999), S. 3–4, hier S. 3.

Erika Nagel wurde am 31. Dezember 1943 in einer Bauernfamilie als achtes von elf Kindern in Ludwigslust geboren. Ihr Vater, Friedrich Beltz, war Bauer, die Mutter Margarethe Hausfrau. Ihr Großvater jedoch war Dr. Robert Beltz, ein wichtiger mecklenburgischer Prähistoriker. Diese familiäre Geschichte mag eine Rolle für ihr Interesse an der Vor- und Frühgeschichte gespielt haben.

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Gerd Vold Hurum – die Frau, die die Kon-Tiki Expedition möglich machte

von Doris Gutsmiedl-Schümann

Vor 75 Jahren wurde die Kon-Tiki-Expedition, die im weiteren Sinne zur experimentellen Archäologie gerechnet werden kann, weltberühmt – und mit ihr die 6 Männer, die auf dem Balsa-Floß den Pazifik überquerten. Doch das 7., weibliche Mitglied des Expeditionsteams blieb im Schatten: Gerd Vold Hurum (1917-2004). Sie machte mit ihrem Organisationstalent und ihren vielfältigen Kontakten die Reise der Kon-Tiki erst möglich.

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Mithelfende Familienangehörige in der Archäologie

von Elsbeth Bösl und Doris Gutsmiedl-Schümann

„Wer je seine Ausgrabungen und Exkursionen mitgemacht hat, bei denen ihn sei vortreffliche Gattin aufs liebe- und verständnisvollste unterstützte […].“

(Schumacher, Karl: Jakob Heierli, in: Prähistorische Zeitschrift 5 [1913], H. 1 /2, S. 288)


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„… denn ein Fräulein war da, die erklärte uns alles…“

von Elsbeth Bösl

Quelle: MVF IXf4 d-1/1

Transkript: Die Fibeln in der Bronzezeit.

Als Fräulein Dorka uns das erste mal von den Fibeln aus der Bronzezeit erzählte, dachten wir alle an ein Lesebuch. Es war aber kein Buch damit gemeint, sondern Spangen, eine Art Brosche. Man nahm Kupferdraht, drehte ihn zu einer Schnecke. Dann wurden zwei Schnecken mit einem Bügel verbunden, an die Rückseite kam eine Nadel. Der Bügel wurde mit allerlei Mustern verziert. Später machte man .s. statt der Schnecken zwei glatte Platten. Annemarie B. 9. Jahre


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“Ein gut Theil Eigenheit” – Lebenswege früher Archäologinnen

Aktuelle und kommende Stationen der Wanderausstellung

Inzwischen gibt es die Wanderausstellung “Ein gut Theil Eigenheit” – Lebenswege früher Archäologinnen in zwei Versionen: Zum einen als mobile Posterausstellung auf Roll-Ups, zum anderen als museale Sonderausstellung. Sie unterscheiden sich in ihrer Gestaltung und dem optischen Erscheinungsbild; die Inhalte sind jedoch gleich.

Seit 24.10.2025 wird die Posterausstellung in der Bibliothek im LEIZA – Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz gezeigt.

Vom 10.9. bis 1.11.2026 wird die Posterausstellung im Urgeschichtlichen Zentrum Wildeshausen gezeigt.

Vom 17.10. bis 31.12.2026 wird die Posterausstellung im Reichenhall-Museum Bad Reichenhall gezeigt.

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Diese Karte zeigt die vergangenen (dunkelblau), aktuellen (hellblau) und künftigen (grün) Zeigeorte der Posterausstellung, sowie die Zeigeorte der Musealen Sonderausstellung (rot) der Ausstellung “Ein gut Theil Eigenheit – Lebenswege früher Archäologinnen”

Hier finden Sie einen Zusammenstellung von digitalem Material zur Ausstellung:

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